Sonnernuntergang Useriner See

Useriner See

Userin - Breesenwiesen

Ausblick in Richtung Groß Quassow ...

Groß Quassow

Einfahrt in die Havel von der Woblitz ...

Voßwinkel

Blick auf die Einfahrt Flößerkanal ...

Im Jahre 2011 beschloß die Gemeindevertretung sich auf den Weg zum Bioenergie-Dorf zu begeben.

Hintergrund war nicht nur das Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sondern auch die finanzielle Situation der Gemeinde. Man wolle unabhängiger von den großen Energieversorgern sein, deren Preispolitik und von fossilen Brennstoffen, erklärte der Bürgermeister Axel Malonek. "Es findet zur Zeit einfach ein Umdenken in der Energiepolitik statt. Wer jetzt nicht aufspringt, wird den Zug schon bald verpaßt haben - auch hinsichtlich öffentlicher Gelder", begründete der Bürgermeister den Entschluß der Gemeinde.

Nordkurier vom 21.7.2011
Nordkurier vom 21.7.2011
Einladung zur Informationsveranstaltung am 15.8.2011
Einladung zur Informationsveranstaltung am 15.8.2011

Am 15.8.2011 gab es dazu im Useriner Krug eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger.

Der Bürgermeister hatte auch Bertold Meyer, Bürgermeister der Gemeinde Bollewick, eingeladen, welcher über Erfahrungen in seiner Gemeinde auf dem Weg zum Bioenergie-Dorf berichtete.

Erster Schritt auf diesem Weg ist eine Machbarkeitsstudie, welche für das Jahr 2012 geplant sei. Das Ergebnis dieser Studie könne auch sein, daß in Userin nicht allzuviel umsetzbar wäre; wichtig sei es jedoch, wenigstens den Versuch zu wagen. Diese Machbarkeitsstudie werde von einem beauftragten Ingenieurbüro erstellt und prüfe alle Möglichkeiten in dieser Hinsicht, etwa die Aufstellmöglichkeiten für Windkrafträder, Biogasanlagen oder vorhandene Dachflächen für Photovoltaikanlagen. Für die Erstellung der Studie gäbe es Fördermittel, somit würde sich der finanzielle Aufwand für die Gemeinde in Grenzen halten. Favorisiert werde das Modell einer Energiegenossenschaft, an der möglichst alle Bürger teilhaben sollen.

Nordkurier vom 17.8.2011
Nordkurier vom 17.8.2011

2012 schloß sich Userin einer neu gegründeten Genossenschaft der Bioenergiedörfer an, obwohl zu diesem Zeitpunkt gerade einmal die Machbarkeitsstudie in Arbeit war.

Hintergrund dieses Schrittes sei die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. "Nur mit der Machbarkeitsstudie wissen wir zwar, was geht, aber nicht wie", erklärte Axel Malonek. Es gäbe auch Informationen, die eine Machbarkeitsstudie nicht geben könne und man profitiere von den Erfahrungen anderer. Obwohl der Gemeinde durch den Beitritt keinerlei Nachteil entstehe - die Mitgliedseinlage werde bei einem Austritt wieder zurückgezahlt - gab es unter den Gemeindevertretern auch gegenteilige Stimmen. Der Beitritt wurde jedoch mit einer knappen Mehrheit beschlossen.

Einladung zur Informationsveranstaltung am 24.5.2013
Einladung zur Informationsveranstaltung am 24.5.2013
Nordkurier vom 22.5.2013
Nordkurier vom 22.5.2013

Auf einer weiteren Infoveranstaltung am 24.5.2013 ging es um die Rahmenbedingungen auf dem Weg zur Bioenergiegemeinde.

Worum geht es beim Thema Bioenergiegemeinde?

Wie kommen wir als Gemeinde da hin?

Wie läuft eine Machbarkeitsstudie ab?

Um diese und weitere Fragen zu klären, stand Herr Tuch, Vertreter des Ingenieurbüros, bei welchem die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden war, Rede und Antwort.

Einladung zur Informationsveranstaltung am 21.2.2014
Einladung zur Informationsveranstaltung am 21.2.2014

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Bioenergiegemeinde war die Vorstellung der Machbarkeitsstudie durch die Trigenius-GmbH. Dazu lud der Bürgermeister Axel Malonek zu einer weiteren Informationsveranstaltung am 21.2.2014 in die Gaststätte Haveltourist in Groß Quassow ein.

Gemeinsam mit Herrn Tuch und Herrn Materne wurden die Ergebnisse der Studie und die Potentiale der Gemeinde in Sachen regenerativer Energien vorgestellt.

Beraten und diskutiert wurde u. a. zu folgenden Punkten:

Was ist möglich?

Wann setzen wir welche Maßnahmen um?

Wo und was kann in unserer Gemeinde bereitgestellt, investiert und errichtet werden?

Wer trägt Investitionen?

Was kostet es?

Wer betreibt potentielle Anlagen?

Wie profitieren die Bürger der Gemeinde davon?

Im April erhielten dann alle Bürger der Gemeinde die Möglichkeit, mitzuentscheiden, was in Zukunft auf dem Weg zur Bioenergie-Gemeinde umgesetzt wird. Hierzu wurde an alle Haushalte Fragebögen ausgeteilt. Jeder Bürger sollte seine Chance nutzen, um seine Meinung zu äußern. Die Beteiligung beeinflusse letztendlich das Wie und Wann der Entwicklung Userins zur Bioenergie-Gemeinde.

Fragebogen zur Bioenergiegemeinde
Fragebogen zur Bioenergiegemeinde

Im Oktober 2014 wurden dann die Ergebnisse der Fragebogenaktion vorgestellt.

Es zeigte sich eine Beteiligung von 12 %, d. h. von 314 möglichen kamen 44 Rückmeldungen. Auswertbar waren lediglich die Rückmeldungen der Ortsteile Groß Quassow und Userin; aus Useriner Mühle kam keine, aus Zwenzow und Voßwinkel jeweils nur 3.

Hinsichtlich der einzelnen Möglichkeiten ergab sich ein Interesse von knapp 41% der Befragten an einem Anschluß an ein Nahwärmenetz, über 50% befürworteten die Verwendung von Waldrest- und Landschaftspflegeholz bzw. Landschaftspflegeheu als biogene Festbrennstoffe und ca. 43 % auch den Anbau von Energieholz in Kurzumtriebsplantagen. Rund 30% konnten sich die Nutzung eigener Dachflächen für die Solarenergiegewinnung vorstellen, die Windenergienutzung wurde dagegen von der Mehrzahl abgelehnt. 50% der Befragten zeigten Interesse an einem Anschluß bei einer durch Landwirte oder Bürgergenossenschaft realisierten Versorgung; würde diese durch Stadtwerke oder Energiedienstleister erfolgen, hätten immerhin noch ca. 40% Interesse.

Nordkurier vom 14.5.2014
Nordkurier vom 14.5.2014

Folgende Handlungsempfehlungen der Trigenius-GmbH ergaben sich nach Auswertung von Machbarkeitsstudie und Befrgungsaktion:

Handlungsempfehlung der Trigenius-GmbH
Handlungsempfehlung der Trigenius-GmbH

Seitdem hat sich in Userin in Sachen Bioenergiegemeinde nicht sooo viel getan - die Umsetzung solcher Konzepte im Ehrenamt ist sehr schwierig.

Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gab es jedoch mit der Umrüstung der Staßenbeleuchtung auf LED.

Bereits 2011 gab es einen Vorstoß in diese Richtung. Damals wurde beschlossen, nach und nach alle 200 Straßenlampen der Gemeinde durch neue LED-Lampen zu erstzen, wenn ein Ersatz nötig werde. Der hohe Anschaffungspreis zwang zu dieser langsamen Methode.

Doch 2016 konnten Fördermittel für die Umrüstung beantragt werden und im Ergebnis strahlt die ganze Gemeinde etwas heller...

Nordkurier vom 15.7.2015
Nordkurier vom 15.7.2015
Nordkurier vom 9.12.2016
Nordkurier vom 9.12.2016

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