Groß Quassow

Blick auf den Teerofen-Teil

Groß Quassow

Woblitz See

Höhe Voßwinkel - Blick Richtung Wesenberg

Userin - Breesenwiesen

Ausblick in Richtung Groß Quassow ...

Groß Quassow

Einfahrt in die Havel von der Woblitz ...



Blick über die Gemeinde Userin ...
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Quassower Teerofen Interessengemeinschaft

c/o Arno Waterstraat
Groß Quassow 17
17237 Userin

Der Name Teerofen ist in vielen Ortsbezeichnungen oder von Gebäuden in Einzellagen in unserer Region weist auf die ökonomische Bedeutung der Teerschwelerei insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert hin. In der Gegenwart sind in Meck1enburg-Strelitz nur wenige Reste von Teeröfen erhalten. Damit ging auch ein Stück lokaler Identität verloren.
Wer weiß im Zeichen der modernen chemischen Industrie heute noch, welche Produkte aus einem Teerofen zu gewinnen waren, wie ein Teerofen aussah und funktionierte, warum sich gerade hier Teeröfen konzentrierten ?
Auf dem Territorium der Dörfer Groß Quassow, Vosswinkel und Zwenzow gab es vom 18. - 20. Jahrhundert mindestens 4 Teeröfen. In der näheren Umgebung gab es in Below, Prälank und Schillersdorf drei weitere bekannte Teeröfen.

Die Erinnerung an sie zu bewahren und am Beispiel dieser Zeugen der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Region einen Anstoß zur Beschäftigung mit unserer Geschichte zu geben, war Anlass zur Gründung unseres Vereins. Wenn auch die Traditionspflege der Teerschwelerei im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit stand, sollten auch weitere Ziele des Denkmalschutzes und der Heimatpflege verfolgt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, stellte sich der Verein folgende Aufgaben:

  • Wiederherstellung, Sammlung, Pflege und Ausstellung von Objekten, technischen Anlagen und Geräten der historischen Produktion und Landnutzung,
  • Darstellung und Demonstration historischer Nutzungen,
  • Durchführung von Veranstaltungen zur Heimatpflege und zur Förderung des Brauchtums,
  • Die Herausgabe von Publikationen und andere Medienprodukten

Interessenten können sich bei Dr. Waterstraat (Telefon: 03981-207126 ) melden.
Einige weiterführende Informationen finden Sie auch in unserer Chronik.

Entstehung des Quassower Teerofen e. V.

Im Jahr 2004 wurde durch die späteren Vereinsmitglieder Dr. Arno Waterstraat und Günter Jeworutzki durch Probegrabungen der Standort des ehemaligen, vermutlich bis 1753 existierenden Teerofens entdeckt. Anschließend konnten die Fundamentreste des Teerofens freigelegt werden. 

Abbildung 1: Teerofengrundplatte Groß Quassow im Sommer 2004 (Foto Waterstraat)
Abbildung 1: Teerofengrundplatte Groß Quassow im Sommer 2004 (Foto Waterstraat)

Die Wiederentdeckung des für die Ortslage namensgebenden Teerofens führte dazu, dass sich mehrere Bürger aus Groß Quassow verstärkt mit der Geschichte und der Kultur Groß Quassows beschäftigten. Dies mündete u. a. in die Aktivitäten der Bürgerinitiative gegen den Funkmast in der Ortslage Teerofen und den Wunsch, sich künftig mehr in die Entwicklung des Ortes einzubringen. Zunächst sollten sich die Aktivitäten auf den Teerofen konzentrieren und hierzu ein Verein gegründet werden. 

Der Verein Quassower Teerofen e. V. wurde am 05.10.2004 gegründet. In den letzten Jahren wies der Verein immer zwischen 10 und 20 Mitglieder auf. Seine Hauptziele sind die  Förderung des Denkmalschutzes und volkskundlichem Brauchtums. Dies soll insbesondere durch den Aufbau einer Ausstellung am Teerofen, aber auch durch Veranstaltungen zur Heimatpflege und zur Förderung des Brauchtums geschehen. 

Aktivitäten

Da die Reste des freigelegten Teerofens durch die Witterung vermutlich zerstört würden, wurde mit der Denkmalschutzbehörde beschlossen, den Teerofen zu kartieren und anschließend wieder zu versiegeln. In den Jahren 2005 und 2006 wurde durch die Vereinsmitglieder ein 1:1 Modell neben dem Teerofen errichtet, der den aktuellen Zustand des Originals beschreibt.

Abbildung 2: Arbeiten am Modell des Teerofens durch die Vereinsmitglieder Axel Malonek und Dietmar Beyer (Foto: Waterstraat)
Abbildung 2: Arbeiten am Modell des Teerofens durch die Vereinsmitglieder Axel Malonek und Dietmar Beyer (Foto: Waterstraat)

In den Folgejahren wurde der Standort durch den Bau einer Treppe, eines Ausstellungspavillons und eines Rastplatzes weiterentwickelt. Regelmäßig besuchen Urlauber, Einwohner der umgebenen Gemeinden, Touristen und andere Interessierte dasTeerofengelände und informieren sich über die Ausstellung. Dabei wurden durch unsere Vereinsmitglieder regelmäßig Führungen auf dem Teerofengelände durchgeführt. 

Aktuell werden das Gelände des Teerofens und die Ausstellung durch die Vereinsmitglieder gepflegt und immer wieder instand gesetzt.

Abbildung 3: Bau der Treppe (Foto Waterstraat)
Abbildung 3: Bau der Treppe (Foto Waterstraat)

In jedem Jahr werden durch die Vereinsmitglieder das Weihnachtsbaumverbrennen und das Osterfeuer zur Vertreibung des Winters organisiert. Dies findet immer auf dem Gelände desTeerofens statt. Außerdem hat sich der Verein aktiv an der Vorbereitung und Durchführung der 666-Jahrfeier der Dörfer Userin und Groß Quassow im Jahr 2012 beteiligt. In Vorbereitung der Festwoche vom 07. - 15.7. wurde ein Festwagen geschmückt und Kostüme für die Mitglieder bereitgestellt. Anschließend nahm der Teerofenverein am Festumzug durch die Gemeinde teil. Außerdem beteiligten wir uns an weiteren Veranstaltungen.

Mehrere Jahre wurde durch die Vereinsmitglieder auch ein Teerofenfest organisiert, in dessen Mittelpunkt immer eine Vorführung der Funktion eines Teerofens und eine Ausstellung historischer Geräte stand.

Regelmäßig werden durch die Vereinsmitglieder Exkursionen zu Relikten anderer Teeröfen im Landkreis unternommen. Höhepunkte waren Besuche am neuaufgebauten Teerofen von Sparow, wo die Funktion eines Teerofens aktuell verfolgt werden konnte.

Seit dem 1. Januar 2017 ist der Verein eine "Interessengemeinschaft Quassower Teerofen".

Amt Neustrelitz-Land | Gemeinde Userin | Marienstraße 5 | 17235 Neustrelitz | Tel.: (0 39 81) 23 999-17 | info@userin.de

Ortsteile: Userin | Groß Quassow | Zwenzow | Voßwinkel | Useriner Mühle | Lindenberg
Seen:
Useriner See | Woblitzsee | Großer Labussee - & - Berge: Bauernberg (86,5m) | Glockenberg (78,7m)