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Wissenswertes über die Gemeinde Userin

Userin liegt umgeben von Wäldern, Feldern und Seen im Landkreis Mecklenburg Strelitz. Dieser hat 381 Seen > 1 ha, 7,4% (15548 ha)des Kreises sind mit Wasser bedeckt.

Einwohnerzahlen unserer Gemeinde
Jahr U Q Z M V L gesamt
2010 293 168 111 57 48 9 686
2009 698
2007 305 176 113 56 46 11 707
2005 738
1998 346 154 104 67 51 21 748

Legende (U Userin, Q Groß Quassow, Z Zwenzow, M Useriner Mühle, V Voßwinkel, L Lindenberg)

Userin Userin Im 19. Jahrhundert bestanden 7 Bauernhöfe und 24 Büdnereien. Bis 1926 entstanden 5 Häuslereien. Die  Fachwerkkirche mit der Außenglocke stammt von 1778 das alte Spritzenhaus von 1874. Eine Großbrand vernichtete 1892 14 Wohnhäuser, die bald wieder aufgebaut wurden. Zum Dorf gehörten Schmiede, Stellmacherei und Schusterei, eine Gaststätte und ein Kolonialwarenladen. Die neue Schule von 1934 wurde bis 1977 genutzt. Eine LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) bestand von 1960 bis1990. Es gab bis 1990 zwei große Kinderferienlager im Ort.Von ehemals 4 Zeltplätzen am Useriner See verblieb der FKK-Campingplatz am Westufer mit 200 Stellplätzen. 1982 baute Bernd Schmidt die Vylymhütte, als naturkundliche Bildungsstätte. Nach 1992 entstanden 45 neue Eigenheime, eine Feriensiedlung, mehrere Ferienhäuser und Ferienwohnungen.

Groß Quassow besaß 9 Bauernhöfe, ab 19. Jahrhundert zusätzlich 22 Büdnereien. Ein Teerofen bestand bis 1753. Von 1877 stammt der letzte Kirchenneubau. 1889 wurde die Eisenbahn gebaut mit dem  Bahnhofsgebäude (abgerissen 1997). Durch den Dammbau für die Bahn verlandete die Woblitzbucht.  Seit 1932 besteht die Sportgemeinschaft, spezialisiert auf  Fußball und Reitsport. Die Schule bestand von 1854 bis 1970. Es gab eine Gaststätte und 2 Lebensmittelläden. Aus einem Kanulager am Einfluß der Havel in den Woblitzsee entstand ein Campingplatz. Haveltourist wurde 1971 gegründet. Das Unternehmen bewirtschaftet heute 9 Campingplätze und den Ferienpark Havelberge.

Gr_Quassow
Muehle

Useriner Mühle Die Mühle gab dem Ort ihren Namen. 1856 kaufte Friedrich Schmidt die Mühle und übernahm die umliegenden Pachtländereien. Die Mahl- und Schneidemühle wurde in der Folgezeit mehrmals umgebaut und modernisiert sowie Wohnhäuser für Mühlenarbeiter und Angestellte errichtet. Eine neue Trockenanlage und das Silo stammen von 1938. Der Mahlbetrieb wurde 1953 eingestellt. Das benachbarte Erbpachtgut mit dem Forsthaus trägt seit 1851 den Namen Buchenhorst.

Zwenzow wurde  1868 von  7 Büdnern und 1 Häusler am Großen Labussee gegründet, an dem  bereits um 1720 eine Holzfällerstelle und ein Teerofen bestand. Eine Schule existierte bis 1958. In den 1930er Jahren wurden mehrere Pensionen gebaut. Im Ort gibt es seit 1945 ein Kinder- und Jugendheim, Borchard´s Badehus mit einem Hallenbad, seit 1997 entstanden aus einem Müttererholungsheim, einen Campingplatz mit 100 Stellplätzen und drei Bungalow-Feriensiedlungen. 1934 entstand der Kanal zwischen Useriner und Großen Labussee mit der Schleuse Zwenzow zum Flößen von Langholz. Heute benutzen ausschließlich Sportboote Schleuse und  Bootsschleppe.

Zwenzow
SchleuseVW

Voßwinkel wurde 1768 als Kolonistendorf für 7 Siedler gegründet. 1850 kamen 2 Büdnereien dazu. Eine  Feuersbrunst 1878 vernichtete  6 Gehöfte, die bald danach wieder aufgebaut wurden. Nach umfangreiche Meliorationen der Stendlitz entstand 1932 der Floßgraben, an dessen Einmündung in den Woblitzsee heute 45 Bootsschuppen und Bootshäuser stehen. Drei  Bauernhöfe wurden nach 1945 aufgeben. 4 Bauern gründeten 1960 eine LPG, die nach Vereinigung mit der Groß Quassower bis 1990 bestand. Bauer Hermann Proetel  war 1990 der einzige Wiedereinrichter eines bäuerlichen Familienbetriebes in der Gemeinde Userin. Bauer Waldemar Rahnin Voßwinkel betreibt die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Die Voßwinkler Schleuse, 1840 zusammen mit dem Kammerkanal entstanden, bewältigte früher einen umfangreichen Baustoff- und Nahrungsgütertransport. Gegenwärtig werden fast ausschließlich Sportboote und Fahrgastschiffe geschleust.

Lindenberg 1838 erwarb Kammerherr von Kamptz Ackerstücke aus der Useriner und Groß Quassower Feldmark und errichtete ein großes Wohngebäude. 1859 erhielt das Anwesen mit einer 5 ha große Obstplantage unter dem neuen Erbpächter Willy Rust den Namen Lindenberg. Die Pächter wechselten häufig. Zwei Forstarbeiterhäuser entstanden. Von 1951 bis 1999 beherberte Lindenberg eine Gartenbaufachschule. Es wurden Wohnhäuser für Lehrer und ein Lehrlingswohnheim gebaut. Der Schulkomplex diente auch als Wohnheim für ausländische Flüchtlinge und wurde vom DRK betreut.

Lindenberg
 

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